Offenprodukte sind nicht die einzige ZeroWaste Alternative!

4 Methoden, um den Zero Waste Lifestyle auch ohne unverpackt-Läden zu managen und die Anwendung des Stichworts: Einfachheit!

1. Vorausplanen

Wunder brauchen etwas länger! In der heutigen Gesellschaft, ist das Reduzieren und das Beseitigen von Abfällen durch Vorausplanen einfacher.

Mit diesem Prinzip, können wir auch finanzielle Ersparnisse bei Lebensmittel-Einkäufen machen.

Hier ein konkretes Beispiel anhand einer Familie, welche die ganze Woche arbeitet: Wir raten die Lebensmitteleinkäufe nur einmal pro Woche zu machen. So kann man zum Beispiel, jeweils ab Samstag ein Wochenmenu zusammenstellen, einkaufen, vorbereiten und grössere Mengen zubereiten, um die Speiseresten als Mittagessen am nächsten Tag zu essen.

Um Abfälle zu vermeiden, kann man Gerichte vorsehen, die keine Fertigprodukte (oft verpackt) benötigen, einfach zuzubereiten sind und nur wenige Zutaten benötigen (auf dem Internet gibt es viele Rezepte mit z.B. nur 3 Zutaten oder einer limitierten Anzahl Zutaten pro Rezept).

Es ist gar nicht kompliziert, hier ein Beispiel:

Samstag, heute wird eingekauft:

– Mittagessen: Schinkenomelette mit Greyerzer und Peperoni

– Abendessen: Kabeljaufilet mit Zitronensauce und Dampfkartoffeln oder ein Nachtessen im Restaurant (von den finanziellen Ersparnissen dank dem Lifestyle ZeroWaste profitieren).

Sonntag:

– Familienbrunch: Eier, Speck, Schinken, Butterbrot, hausgemachtes Joghurt, frisches Obst.

– Abendessen: vegetarisches Couscous (Karotten, Rüben, Zucchini, usw.) (die Speisereste werden nfür das Mittagessen am Montag verwendet!)

Montagabend: Reis, Poulet Geschnetzeltes und Broccoli (die Speisereste werden für das Mittagessen am Dienstag verwendet)

Dienstagabend: Thon-Kuchen mit Zucchini und einem grünen Salat (2 Kuchen backen und einen davon für das Mittagessen am Mittwoch mit Salat vorbereiten, die Salatsauce in einem kleinen Glas mitnehmen)

Mittwochabend: Spaghetti Carbonara (die Speisereste werden für das Mittagessen am Donnerstag verwendet)

Donnerstagabend: Quinoa und gegrilltes Gemüse wie Aubergine, Peperoni, Zucchini (die Speisereste werden für das Mittagessen am Freitag verwendet)

Freitagabend: hausgemachte Schinkenpizza mit Pilzen. (Keine Essensreste für den nächsten Tag, dann wir gehen wieder Einkaufen. Happy Weekend!)

Frühstücke der Woche: genügend Brot zum Einfrieren, von welchem jeden Morgen ein Stück aufgetaut werden kann, Obst zum roh essen oder für die Zubereitung eines Smoothies.

Immer im Schrank: ein paar Grundzutaten als Reserve um Kekse oder Nachtisch zu machen: Mehl, Eier, Zucker, Schokolade, usw.

Die Gerichte für die ganze Woche zu planen und eine Liste zu machen, hilft nur das zu kaufen, was wir wirklich brauchen. Und so geraten wir nicht in Versuchung schön verpackte oder unnötige Produkte zu kaufen. Zutaten geplant einzukaufen, erleichtert das Budget und hilft Geld zu sparen.

2. Positiv sein

Ein Glas halb voll zu sehen kann lächerlich tönen, wenn man die aus dem Überkonsum entstandene katastrophale Situation analysiert. Immer mehr Abfall. Aber positiv denken wird beim ZeroWaste Lifestyle grossgeschrieben!

Wenn wir in einen Laden eintreten, konzentrieren wir uns auf das Positive. Wir konzentrieren uns auf die unverpackten Produkte oder die in wiederverwertbaren Verpackungen wie Papier, Karton oder Aluminium. In dem wir den Wocheneinkauf je nach Verfügbarkeit der Produkte (welche nur minimal verpackt sind) vorausgeplant haben, verhindern wir Frustration: : Grundzutaten (Gemüse und Obst) werden oft offen oder in Papiertaschen verkauft. Für Fleisch und Fisch könnt Ihr dem Metzger auf eine positive Art und Weise den ZeroWaste Ansatz erklären und ihn in eure Herausforderung einbeziehen.

3. Selber machen

Dieses Prinzip gehört zur gleichen Kategorie wie das Vorausplanen. Wenn man selber kocht, ist es viel einfacher ohne vielverpackte Fertigprodukte auszukommen. Tschüss den vielen Konservierungsmitteln, Farbstoffen und Zucker, welche in diesen Produkten enthalten sind und zurück zu einer gesünderen Ernährung. Kauft einfach die Zutaten anstelle der Fertiggerichte.

Befürchtet Ihr, zu viel Zeit mit Kochen zu verbringen? Wählt einfache Rezepte, mit wenigen Zutaten, die Zubereitung beansprucht nicht viel mehr Zeit als das Einkaufen und in den Ofen schieben gewisser Fertiggerichte.

Dieser Tipp gilt auch für den Non-Food Bereich. Selber Spülmittel, Reinigungsmittel oder Körperpeeling herstellen, vereinfacht das Leben sehr, da die Rezepte oft auf den gleichen Mehrzweckzutaten (z.B. Natriumcarbonat, Essig, Zitrone, Marseille-Seife) basiert sind. Nicht nur sind die finanziellen Ersparnisse eindrücklich, man sollte diesem Konzept eine Chance geben, um auch die langfristigen Vorteile zu sehen.

4. Geduld haben

Eine ZeroWaste Organisation = keinen Abfall mehr produzieren, stellt sich nicht über Nacht ein.

Vertraut uns und stürzt euch nicht zu schnell in den Prozess. Die Erfahrung innerhalb unseres Vereins zeigt, dass es ca. 6-8 Monate Anstrengungen braucht, um die echte wohltuende Wirkung zu spüren und sich die Haushaltsorganisation eingependelt hat.

Am Anfang muss das persönliche Umfeld, das Quartier und die Stadt/Region durchgekämmt werden und Geschäfte mit Grundlebensmitteln (einfachste Produkte, wie oben erwähnt) die Ihr benötigt, gesucht werden. Zu Hause müssen die effektiven Bedürfnisse der ganzen Familie ermittelt werden, um die Einkäufe nur einmal pro Woche zu tätigen. In den Geschäften, braucht es etwas Übung und Zeit, sich daran zu gewöhnen, nur noch zu kaufen, was wirklich auf der Einkaufsliste steht.

Klar, kann es passieren, dass auch nach der Anpassungsperiode noch Abfall anfällt, seien wir nicht zu hart mit uns und suchen wir weiter nach Alternativen.