Die Schweiz liegt bei den Siedlungsabfällen europaweit an zweiter Stelle

April 2016, ZeroWaste Switzerland nimmt die neuen Zahlen vom Bundesamt für Umwelt (BAFU) zur Kenntnis und erklärt wieso diese Zahlen nicht so erfreulich sind:

730 kg Siedlungsabfälle pro Einwohner im Jahr 2014, das sind 30 kg mehr als im Jahr 2013.

Wie werden die 730 kg Abfall verwertet? 339 kg Abfall gehen in die Verbrennungsanlage und 391 kg werden recycelt oder wiederverwertet (Papier, Glas, PET, Aluminium, Weissblech, Batterien usw.), dazu kommen noch Bauabfälle, Klärschlamm und Sonderabfälle.

Diese Abfallmenge wiederspiegelt das Bild eines Landes, dem es finanziell gut geht und welches viel konsumiert. Die Zahlen sind alarmierend, da sich die Ressourcen im Gegensatz dazu verknappen. Recyceln ist gut, aber keinen Abfall produzieren ist besser!

Stolz Schweizer zu sein, aber jetzt sind wir ZeroWaste!

Die Schweizer ZeroWaste Bewegung und der Verein ZeroWaste Switzerland wollen Änderungen im Konsumverhalten bewirken, indem festgefahrene Verhaltensmuster in Frage gestellt werden.

Wir zeigen mit einfachen und konkreten Beispielen wie’s geht:

  • Wir benutzen wiederverwendbare Stofftaschen, Tragtaschen und Körbe anstatt Plastiksäcke / -taschen
  • Wir vermeiden unnötig eingepackte Produkte und Umverpackungen
  • Wir trinken Leitungswasser und haben eine Thermosflasche oder einen Kaffeebecher mit dabei anstatt Wasser in PET-Flaschen oder Wegwerfbecher zu kaufen

Wir hoffen, so die diversen Produzenten und Vertriebsfirmen in der gesamten Produktionskette zu einer Reaktion zu bewegen und innovative nachhaltige Lösungen zu finden. Erste Veränderungen sind schon am Laufen.

Ist der beste Abfall nicht jener, den es nicht gibt? Ja, vor allem der Endabfall, welchen man nicht recyceln kann. Die Abfallverbrennung stösst Stoffe aus, die die Luft verunreinigen und verschwendet nicht erneuerbare Ressourcen.

Individuell kann jeder für sich kleine Gewohnheiten in seinem persönlichen und beruflichen Leben verändern – zusammen machen wir den Unterschied.