Für Pierre Moser, Inhaber von „der bioladen“ in Altstetten, ist die Regionalität, natürlich biologisch produziert, sehr wichtig. Denn, so sagt er, nur wenn man die Produzenten kennt, weiss was man isst. Zudem wird die regionale Wirtschaft unterstützt.

Pierre Moser engagierte sich bereits im Alter von 18 Jahren für den Tierschutz- für ihn war klar, was nicht mit Respekt behandelt wird, hat nichts auf dem Teller zu suchen, egal ob Tier oder Pflanze. Zuerst arbeitete er als Angestellter im 40m2 grossen „Dritte Welt“ Laden und Schritt für Schritt wurde dasselbe Ladenlokal erweitert bis am Ende ein biologisch nachhaltiges Konzept auf 150m2 entstanden war.

Er steht zuweilen selbst hinter der Theke und bedient seine Kundschaft. Anspruchsvoll sagt er, war es ein Team von Verkäufern auf die Beine zu stellen, die Nachhaltigkeit und Kundennähe genauso priorisieren wie er. Es geht um das Know-How, um Kundenfreundlichkeit, um Begleitung und Wertschätzung, es geht darum, sich die Zeit zu nehmen für die Kunden, so wie die Kunden sich Zeit nehmen für ihren Einkauf bei „der bioladen“. Ein grosser Unterschied zwischen den kleinen Lebensmittel Detailhändlern und den grossen Unternehmen ist, dass bei den kleinen die fachliche Beratung einen hohen Stellenwert hat.

Im Laden bietet Pierre Moser auch Lebensmittel im Offenverkauf an- momentan, so erklärt er, sei ein volles Sortiment im Offenverkauf nicht geplant. „Eine Verpackung von Reis generiert im Vergleich zu verschweissten, aufwändigen Verpackungen von Käse oder Fleisch nicht viel Abfall! Wir fokussieren uns auf die Region, auf die Nachhaltigkeit, auf die Stärkung der lokal ansässigen Bauern und deren Überleben.“

Antipasti, Ravioli, Gemüse, Obst, Käse, Fleisch und Most zum Abfüllen bietet er aber dennoch im Offenverkauf an. Von einem 2 Kilogramm Brotlaib können seine Kunden genau so viel abschneiden wie sie brauchen- nicht mehr und nicht weniger. Seine Kunden schätzen diese Flexibilität sehr.

Ausserdem geschätzt wird an Pierre Moser sein Engagement. Man merkt, dass es hier nicht nur um seinen Laden geht sondern auch um eine Herzensangelegenheit: Gebt den Regionen ihre Autonomie zurück denn Globalisierung tötet nach und nach jeden kleinen Bauernbetrieb. Sie müssen grosse Mengen produzieren, ihre biologischen Wurzeln verraten um zu überleben und dennoch werden die Preise nach unten gedrückt. In Zukunft möchte er sich für eine lokale Währung einsetzen, wie sie auch in Bern verwendet wird. Kürzere Transportwege, konstante Währung und das persönlich gestützte Vertrauen in die Ernährer unserer Gesellschaft sind die drei Eckpunkte, die Pierre Moser und seinen „der bioladen“ auch langfristig erfolgreich machen werden und seine Kunden wissen, dass der Ladeninhaber hinter der Theke alles gibt um besten Service und vor allem einwandfreie Qualität auf ihre Tische zu bringen.