Trotz der Pandemie geben wir Zero Waste nicht auf!

Fragen und Antworten

Während der Zeit der Pandemie ist “Zero Waste” aktueller denn je. Das Konsumverhalten wird bewusster, fairer und nachhaltiger. «Zero Waste» vereint Suffizienz, dem Wunsch nach einer nachhaltig gestalteten Kreislaufwirtschaft und dem Streben nach höchstmöglicher Effizienz.

Hier finden Sie einige Tipps und Antworten auf häufig gestellte Fragen:

Kann man sein eigenes Desinfektionsgel herstellen?

Nein. Die Rezeptur auf der WHO-Website ist nicht für die breite Öffentlichkeit, sondern für Apothekenfachleute bestimmt und wird für die Herstellung von grossen Mengen empfohlen. Häufiges Händewaschen mit Seife und Wasser ist ausreichend wirksam gegen das Virus.

Kann man aus Stoff eine wiederverwendbare Maske herstellen?

Die Empfehlungen zum Thema “Gesichtsmasken” in Zeiten von Corona sind nicht immer eindeutig. Während der Bfarm hinweist, dass “trotz …(ihrer) Einschränkungen, einfache womöglich selbstgemachten Nase-Mund Masken, eine gewisse Schutzfunktion vor grösseren Tröpfchen und Mund-/Nasen-Schleimhautkontakt mit kontaminierten Händen bieten”, äussert sich der BAG: Selbst hergestellte Stoffmasken empfehlen wir nicht.

Tatsächlich gibt es bis heute keine wissenschaftlichen Studien, die rückblickend die Wirksamkeit von handgefertigten Masken bescheinigen, erklärt der Assistenzarzt der Abteilung für Krankenhausprävention am CHUV, Bruno Grandbastien in einem Interview der Zeitung 24heures vom 24.4.20Und ein Stück Stoff auf dem Gesicht ist besser ist als gar nichts. “Die Maske verhindert die Streuung von Viruspartikeln vor sich. So schützt sie andere. Gleichzeitig sollen wir eine tadellose Händehygiene haben und vermeiden, unser Maske zu berühren, die so positioniert werden muss, dass sie Nase, Mund und Kinn bedeckt”, schliesst der Spezialist.

Nach Angaben der der AFNOR  ist es möglich, Masken aus Stoffen nach Kriterien herzustellen, wie auf ihrer Webseite erwähnt.

Wann ist eine Maske zu verwenden?

Es gilt in der Schweiz (4. Mai 2020) keine generelle Maskentragepflicht. Jedoch ist das Tragen einer Maske bei bestimmten Situationen empfohlen, z.B. wenn im öffentlichen Nahverkehr der 2 m “social distancing” Abstand nicht eingehalten werden kann. Eine einfache Mund-Nasen Hygienemaske schützt nicht vor Ansteckung des Trägers (Eigenschutz), jedoch können sie verhindern, dass eine infizierte Person eine gesunde Person ansteckt (BAG).

Die Empfehlungen der WHO und des BAG werden regelmässig aktualisiert.

Es ist auch sehr wichtig, die Anweisungen für den korrekten Gebrauch von Hygienemasken zu befolgen.

Bitte beachten Sie die Website des Bundes.

Wie können wir Zero Waste fortsetzen und unverpackt einkaufen?

Die Konsumenten werden dazu angehalten, aufgrund der potenziellen Kontaminationsrisiken auf den unverpackten Einkauf zu verzichten. Mit einigen wenigen Vorsichtsmassnahmen ist es jedoch immer noch möglich, weiterhin risikolos verpackungsfrei einzukaufen.

Welche Hinweise sind zu befolgen?

Passen Sie Ihr Zero Waste Ziel an! Kluge Konsumenten bevorzugen das Depotsystem, Beutel und Behälter aus dem Laden und akzeptieren, dass die eigenen Behälter möglicherweise nicht mehr akzeptiert werden.

Psst! Gespräche mit anderen Kunden oder Kassenpersonal werden so weit wie möglich vermieden, um Mikrotröpfchen zu vermeiden, die sich auf Lebensmitteln oder Lagerflächen ablagern können.

Bleiben Sie Ihrem Unverpackt-Laden treu und unterstützen Sie die lokalen Produzenten bei Ihren Einkäufen: sie mobilisieren sich, um den Kunden die besten hygienischen Bedingungen in ihren Geschäften zu bieten.

“Unverpackt stellt kein grösseres Risiko dar als verpackte Ware”, so Célia Rennesson, Direktorin von “Réseau Vrac” in Frankreich. “Réseau Vrac” hat Anweisungen für Handel und Kunden von Unverpackt-Läden veröffentlicht, um die Risiken einer Verbreitung des Virus zu begrenzen.

Sollten wir Obst und Gemüse in Selbstbedienung vermeiden?

Bislang wurde kein Fall einer Übertragung durch Lebensmittel identifiziert, beruhigt die Efsa (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit) auf ihrer Website: „Die Erfahrungen mit früheren Ausbrüchen, die durch verwandte Coronaviren  […] , haben gezeigt, dass das Virus nicht durch den Verzehr von Lebensmitteln übertragen wurde. Derzeit gibt es keine Anzeichen dafür, dass das Coronavirus in dieser Hinsicht anders ist.“

Das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hält die Übertragung dieses Virus durch kontaminierte Lebensmittel für “unwahrscheinlich”. Im gegenwärtigen Kontext ist es immer noch besser, die üblichen Regeln für rohes Obst und Gemüse strikt anzuwenden, wie z.B. Waschen und Schälen (oder das Entfernen der äußeren Schichten bei Endivien, Kohl usw.).

Beispiel

Info Migros : Eine Übertragung des Erregers über Lebensmittel auf den Menschen ist nach derzeitigem wissenschaftlichem Kenntnisstand unwahrscheinlich. Lebensmittel, auch jene aus dem Offenverkauf, können bedenkenlos konsumiert werden. Der relevante Übertragungsweg findet von Mensch zu Mensch statt. Deshalb ist auch im Umgang mit retournierter Ware die Einhaltung der BAG-Hygieneregeln, insbesondere das gründliche Händewaschen, notwendig.

Wichtig : Schützen Sie Ihre Gesundheit und helfen Sie die Ausbreitung des Virus zu verhindern.